Erdanker

Unseren Erdanker können Sie als transportablen Fixpunkt nutzen. An den Schäkel dieser Verankerung können Sie einen Greifzug oder eine Fahrzeug-Winde hängen. So können Sie Lasten oder Autos ziehen. Dieser Anker wird von Hilfsdiensten wie dem Technischen Hilfswerk (THW) und Feuerwehren verwendet.

Jeder Erdanker besteht aus je zwei oder drei feuerverzinkten Flacheisen, 600 x 6 x 60 mm, mit je 5 Löchern a 31 mm Durchmesser.

Dazu passend erhalten Sie einen hochfesten 6,5 t Schäkel und 8 bzw. 12 schwarze oder feuerverzinkte Erdnägel Typ 050, 25 x 800 mm.

Fotos

Erdanker Set mit Schäkel für Greifzüge und Winden
Erdanker Set mit Schäkel für Greifzüge und Winden im Detail
Erdanker Set mit 3 Laschen - Setinhalt
Erdanker Set mit 3 Laschen - Setinhalt

Greifzug in Kombination mit Erdanker - Effektives Ziehen von Lasten

Jeder Feuerwehrmann, Rettungseinsatz-Leiter oder Abschlepp-Fahrer kennt die Situation: ein Verkehrsunfall. Der verunglückte Wagen liegt im Straßengraben oder steht nah an einer Böschung. Die Insassen sind bereits befreit. Jetzt gilt es, das Fahrzeug zu sichern oder zu bergen. Es muss irgendwie auf die Straße gebracht werden, um es abzuschleppen.

Bergungsfahrzeuge haben häufig Seilwinden. Nur steht das Fahrzeug mit der Winde nicht fest genug am Boden, um der Zugkraft des schweren Gewichts standhalten zu können. Zum Bergen eignet sich nun am besten eine mobile Vorrichtung wie der Greifzug. Allerdings braucht auch diese einen natürlichen Anschlagspunkt. Es gibt ihn nicht – weder einen Baum noch keine solide Leitplanke. Da hilft nur noch ein Erdanker.

Mit dem Erdanker gesichert, kann der Bergungs-Seilzug am anderen Ende am Unglücks-Auto befestigt werden. Dazwischen spannt das Bergungs-Team das Seil in den Greifzug und macht sich an die Arbeit.  

Was ist ein Greifzug und wofür eignet er sich?

Ein Greifzug besteht aus einem meist stählernen Kasten mit einem Hebelzug. Im Innern des Kastens befinden sich zwei Klemmbacken. Zwischen ihnen wird das Seil eingespannt. Meist handelt es sich bei dem Seilzug um ein Stahlseil. Ein sogenanntes Spezial-Zugseil.

Ist das Seil fest im Gerät eingespannt, lässt sich die Last mit all ihrem Gewicht am Seilende sicher in die gewünschte Richtung bewegen. Mit Hebelbewegungen wird die Last vor- oder zurückbewegt, ob horizontal, vertikal oder schräg. Per Arretieren des Seilzugs lässt sich die Last – im oben beschriebenen Fall der Unfallwagen – beispielsweise vor einem Absturz an der Böschung sichern.

Ein Greifzug-Seilzug gehört zur kleinen Grundausrüstung aller Teams und Fahrzeuge für Bergungs- oder Rettungseinsätze. Ob bei der Feuerwehr, der Bundeswehr oder beim Technischen Hilfswerk – kurz THW – in Katastrophengebieten.

Der Greifzug wird auch Mehrzweckzug genannt. Denn außer bei Bergungs- oder Rettungs-Einsätzen kann man ihn auch zum Beispiel beim Hochbau, Bühnenbau oder Straßenbau einsetzen. Mit Greif- und Seilzug lassen sich Arbeitsbühnen hochfahren, Brückenteile montieren, Fertigbauteile hochziehen oder Maschinen mit schwerem Gewicht bewegen.

Auf Baustellen, bei Bergungen sowie anderen Einsatzgebieten gelten oft die hohen Sicherheitsvorschriften der jeweiligen Berufsgenossenschaften. Ein Hebelzug kann hier unerlässlich, ja vorgeschrieben sein. Die Greifzüge sollten den Sicherheitsvorgaben entsprechen. Beispiele hierfür sind der Greifzug TU oder der Greifzug TU 32.  

So setzt man einen Greifzug richtig ein

Die „Gebrauchsanweisung“ für einen Greifzug? Sie klingt recht einfach. Da aber vom richtigen Einsatz des Seilzugs die Sicherheit von Mensch und Last abhängt, ist die fachgerechte Ausführung das A und O.

Bleiben wir beim Beispiel der Fahrzeug-Bergung. Zuerst wird der Bergungs-Seilzug an einem Ende am Unfallwagen befestigt. Am anderen Ende spannt es das Team in die Öse oder den Haken des Erdankers ein. Der Greifzug bleibt dabei noch ohne Belastung. Jetzt lässt sich das Bergungs-Seil problemlos von Hand einspannen und in eine Haspel aufspulen.

Danach bewegt eine Person den Hebel oder ein aufgesetztes Hebelrohr hin und her. Dadurch packen die Klemmen abwechselnd das Seil: mal die linke, mal die rechte. Peu à peu treiben sie den Seilzug an und ziehen die Last in die gewünschte Richtung. Zentimeter für Zentimeter bewegt sich das Unfallauto auf den Asphalt zu. Sobald das Hebeln aufhört, wird die Last sicher festgehalten. Das Seil klemmt fest zwischen den Backen. Das Auto kann nicht mehr verrutschen.

Der Mechanismus des Hebelzugs ist selbst-hemmend: Je schwerer die Last am Seil ist, desto fester ziehen sich die Klemmbacken zusammen. Nun steht das Unfallauto fest und sicher auf der Straße und kann vom Abschleppdienst aufgeladen werden. Im Seil ist keine Spannung mehr. Der Greifzug ist dadurch unbelastet. Das Seil lässt sich mit Leichtigkeit wieder herausziehen. Der Hebelzug wird für die nächste Nutzung im Einsatzfahrzeug verstaut. Samt Seil und Erdanker.  

So werden Erdanker mit Erdnägeln als Fixpunkt für den Greifzug genutzt

Mit dem Erdanker wird die Greifzug-Seilzug-Konstruktion fixiert. Hierfür sucht sich das Bergungsteam einen geeigneten Boden, in den die Erdnägel eingetrieben werden können. Denn die Erdnägel arretieren den Erdanker fest im Boden.

Unter einem Erdanker verstehen wir ein Set aus zwei oder drei feuerverzinkten Stahlschienen, auch Flacheisen genannt, mit Löchern für die Erdnägel. An einem Gelenk lassen sich die Stahlschienen fächerartig wie gespreizte Finger auseinanderziehen und auf den Boden legen. Nun werden die Erdnägel durch die Löcher geschlagen.

Erdnägel können wir uns wie Heringe für ein Zelt vorstellen. Nur sind sie wesentlich größer und robuster als Zeltheringe und aus feuerverzinktem Stahl gefertigt. Wichtig ist die Positionierung der Erdnägel. Hier orientieren wir uns an der sogenannten HRG-Methode des Webportals High Rescue Germany. Diese wird auch von Fachautoren der Feuerwehrmagazine empfohlen.

Der erste Erdnagel in jeder Schiene sollte im 90-Grad-Winkel zur Zugrichtung eingeschlagen werden. Die Erdnägel Nummer zwei und drei treibt man in Zugrichtung in den Boden ein. Der vierte und letzte Erdnagel je Schiene sollte gegen die Zugrichtung in den Untergrund getrieben werden, so empfehlen es die Experten. Denn laut ihrer Versuche werden die Stahlplatten auf diese Weise am sichersten für die bestmögliche Zugkraft fixiert.

Ist die Arbeit getan und die Last am gewünschten Ort? Dann kommt am besten ein Erdnagelzieher zum Einsatz. Mit dem Erdnagelzieher lassen sich die Erdnägel mühelos wieder aus dem Boden ziehen. Man setzt ihn an den Nagelköpfen an, wo er den Nagel wie eine Zange zwischen seine Backen nimmt. Durch leichte Hebel-Bewegungen lockert sich der Nagel und kommt sauber aus dem Boden heraus.

Vor allem aber wird keiner der Erdnägel verbogen, was bei anderem Werkzeug nicht zu garantieren ist. Die Nägel lassen sich jederzeit wieder einsetzen. Müßig zu erwähnen, dass auch der Erdnagelzieher zur Standard-Ausrüstung gehören sollte – samt Greifzug-Seil, Haken, Zubehör und aller notwendigen Erdnägel.          

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