Schutzgerüst: Schutz über Autobahnen und Landstraßen

Der Anblick vom Boden aus ist spektakulär: In 60, 80 oder mehr Metern Arbeits-Höhe werkeln schwindelfreie Monteure an den Masten riesiger Hochspannungsleitungen. Über Autobahnen, Bahngleisen, Bundes- oder Landstraßen tauschen sie an den Isolatoren die Fernleitungen mit bis zu tausend Kilovolt Spannung aus. Sie reparieren Sturmschäden oder modernisieren das Stromnetz für die Energiewende.

Zwischen den Monteuren in schwindelnder Höhe und dem Boden befindet sich ein Arbeits-Schutzgerüst. Es ist notwendig. Und zwar nicht nur, um die auch individuell gesicherten Monteure vor Absturz zu schützen. Vielmehr könnten herabfallende Teile und unerwünschte elektrische Lichtbögen die Menschen, Tiere, Pflanzen oder Gegenstände unter ihnen lebensgefährlich verletzen oder töten. Auch könnten sie zum Beispiel Waldbrände auslösen.

Die Schutzgerüste an den großen Fernleitungen sichern also vor allem das Leben darunter, aber auch Maschinen und Geräte, Autos oder Bahnwaggons. Sie werden als temporäre Konstruktionen aus Gerüst-Bauteilen zusammengesetzt und lassen sich in jeder benötigten Höhe, Länge und Breite erstellen. Ihre Abspannungen werden am Boden vornehmlich mit Bodenankern fixiert.

Diese verschiedenen Schutzgerüste gibt es

Unterscheiden lässt sich zwischen Holzgerüsten und Stahlgerüsten. Betrachten wir zunächst einmal die Stahlgerüste. Hierunter fallen:

  • Fanggerüste, kurz FG
  • Dachfanggerüste, abgekürzt DG
  • Schutzdächer oder SD

Ein Fanggerüst wird nach der Norm DIN 4420-1 aus speziellen Systembauteilgruppen sowie unterstützenden Bauteile zusammengesetzt. Ein Fanggerüst dient vor allem der Sicherung der Monteure in der Höhe. Es sichert sie gegen mögliche Abstürze von ungesicherten Arbeits-Flächen, die bis zu 20 Prozent geneigt sind.

Auch das Dachfanggerüst oder DG besteht aus nach DIN EN konfigurierten Systembau-Modulen plus den unterstützenden Bauteilen. Dieses Arbeits-Gerüst schützt die Monteure gegen den Absturz von steileren Arbeits-Flächen mit mehr als 20 Prozent Neige-Winkel.

Was wir am spektakulärsten wahrnehmen, sind die Schutzdächer, kurz SD. Auch für diese Gerüste gilt: Fertigung aus Bauteilgruppen nach DIN-Norm sowie den sogenannten unterstützenden Bauteilen. Ihre Aufgabe: Die Gerüste bieten als Dach den Schutz der Passanten, Tiere und Natur sowie Maschinen und Geräte vor herabfallenden Bauteilen.

Einsatzgebiete der Schutzgerüste

Wird an Stromleitungen über Autobahnen und stark frequentierten Haupt-Bahnlinien gearbeitet, kommen vor allem Stahlgerüste mit Netz als Arbeitsgerüste zum Einsatz. Voraussetzung ist, dass der Gerüst-Abstand bei mindestens 15 Metern liegt.

Netze sind jedoch nicht in jedem Fall erforderlich: Über viel befahrenen Land- oder Bundesstraßen sowie Wegen oder Bahnlinien sorgen einfachere Stahlgerüste bereits für nahezu hundertprozentige Sicherheit.

Eine günstige Variante der Schutzgerüste sind Holzgerüste. Sie lassen sich besonders schnell und effizient errichten und bieten mit ihrem nachwachsenden Rohstoff auch einen ökologischen Pluspunkt. Hölzerne Arbeitsgerüste kommen bei Bauwerken oder an Fassaden über ruhigeren Straßen sowie wenig befahrenen Straßen und Wegen zum Einsatz.

So sichern Sie Schutzgerüste mit Bodenankern

Arbeitsgerüste und ihre Abspannungen sind nur so sicher wie ihre solide Fixierung im Boden. Kleinere Schutzgerüste lassen sich bereits mit dem Spirafix-Bodenanker sichern. Der Spirafix-Bodenanker besitzt eine Spirale am Schaft. Sein Vorteil:

Er muss trotz seiner Form lediglich in den Boden geschlagen werden – zum Beispiel mit dem Hammer. Ein Eindrehen oder Schrauben ist nicht nötig: Er schraubt sich beim Einschlagen von selbst in den Untergrund ein. Beim Abbau des Gerüstes kann er einfach mit einem Steckschlüssel herausgedreht und wieder verwendet werden.

Außer im Gerüstbau lässt sich der Spirafix Bodenanker auch im Bühnenbau mit Truss-Turm-Systemen sowie für fliegende Bauten, Zelt- oder Leichtbauhallen einsetzen.

Neben dem Spirafix-Bodenanker eignen sich diverse weitere Bodenankertypen zur Sicherung von Schutzdächern beziehungsweise von großen stählernen Arbeits-Schutzgerüsten mit Netz an Höchstspannungsleitungen. Hierzu zählen z.B. spezielle Erdnägeltypen, die jeweils auf unterschiedliche Anforderungen ausgelegt sind. Insbesondere der von uns angebotene Erdnagel des Typs 053 wird mit seinem doppelt geschmiedeten Kopf häufig im Bereich Gerüstbau eingesetzt.

Informieren Sie sich bei uns, welcher Erdnageltyp für Ihr Vorhaben am besten geeignet ist und entscheiden Sie sich so für die richtige Befestigung. Sei es im Bereich Gerüstbau oder auch zu anderen Zwecken, wie bspw. der Befestigung von Regalanlagen, Reitplätzen, Hüpfburgen, Stahlankerplatten und vielem mehr. Wir beraten Sie gerne.

Erdschraubanker als Schutzgerüstbefestigung

Sollte das Schutzgerüst nicht auf einem steinigen, sondern in einem gewachsenen Boden befestigt werden, empfehlen wir unseren Erdschraubanker. Diesen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, ist flexibel einsetzbar und mit Hilfe des mitgelieferten Eindrehgriffs einfach einzusetzen. Auch hierfür bieten sich neben der Befestigung von Gerüsten weitere Einsatzgebiete, wie z.B. das Befestigen von Spielgeräten im eigenen Garten und insbesondere die Befestigung fliegender Bauten, wie Festzelte, Tribünen und Bühnen in gewachsenen Bodenarten.  

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